Artikel-Schlagworte: „Berliner Siegessäule“

Berliner Siegessäule

Wer nach Berlin kommt, der sieht sie schon von Weitem. Ebenso wie den Funkturm, den Fernsehturm oder die Silhouette des Potsdamer Platzes. Die Berliner Siegessäule zieht in jedem Jahr einige Hunderttausend Besucher an, die sich nicht selten durch das Innere des Monuments wagen, um von oben die gute Aussicht genießen zu können. Dabei sind die als Goldelse bekannte Figur und ihr Sockel historische Zeugnisse verschiedenen Zeiten. So künden die Inschriften auf den Steinen von vielen Kriegen, jedoch auch von der Befreiung. 

 

Anlässlich des preußischen Sieges im Deutsch-Dänischen-Krieg wurde die Siegessäule ab dem Jahr 1864 erbaut. Doch kam es noch während der Bauzeit zu zwei weiteren Feldzügen. Der eine im Jahr 1866 gegen Österreich, der andere 1870 gegen Frankreich. Allen drei Waffenkämpfen sollte daher mit der Errichtung des Denkmals gedacht werden. Damals wies die Siegessäule somit nur drei statt der heutigen vier Segmente auf. Zu ihrer Spitze stand die Victoria – eine bronzene Plastik, die an die römische Siegesgöttin erinnern sollte. 

 

Im Gegensatz zu ihrem heutigen Standort am Großen Stern in Berlin, war sie ehemals auf dem Königsplatz postiert. Hier stand sie in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Palais Raczynski, das ab 1884 dem Neubau des Reichstagsgebäudes weichen musste. Erst 1938 wurde die Siegessäule mit anderen Denkmälern auf den Großen Platz verschoben, der unter dem Architekten Albert Speer zu einem Ehrenplatz des Reiches umfunktioniert werden sollte. Dabei erhielt die Säule ihr viertes Segment und wuchs auf eine Gesamthöhe von beinahe 67 Metern an.

Der Sockel der Säule ist mit Reliefs verschiedener Berliner Bildhauer verziert. Diese gehen thematisch auf die Kriege ein, zu deren Anlass das Denkmal einst erbaut wurde. Die drei Segmente, die die ursprüngliche Säule bildeten, sind mit vergoldeten Kanonenrohren bestückt. Diese erinnern ebenfalls an die drei Kriege und wurden in ihnen erbeutet. Da das vierte Segment keinen Krieg zum Anlass hatte, wurde es lediglich mit Girlanden statt Kanonenrohren ausgeschmückt. Zudem weist das Innere der Säule Inschriften verschiedener Epochen auf, die alle von geschichtlichen Ereignissen künden.

Wer der Goldelse einen Besuch abstatten möchte, kann diesen in eine Begehung des gesamten Reichtagsviertels eingliedern. Besonders das Brandenburger Tor sowie der Reichstag selber sind ebenfalls wichtige Berliner Sehenswürdigkeiten. Die Siegessäule befindet sich unweit des Brandenburger Tores und kann unter Nutzung der Zufahrstraßen nicht verfehlt werden. Die Öffnungszeiten sind von der Saison abhängig, jedoch täglich meist zwischen 10 und 18 Uhr gelegen. Für den Eintritt sollten 2,50 € (ermäßigt 1,50 €) pro Person bereitgelegt werden.

Links: