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Berliner Dom

Der Berliner Dom, mit vollem Namen Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin, ist eine der schönsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Errichtet zwischen 1894 und 1905 im Stil der italienischen Hochrenaissance und des Barock, gehört das mehrfach umgestaltete, heute denkmalgeschützte Gebäude zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten Deutschlands. Erst fast einhundert Jahre nach Baubeginn, 1993, wurde der Großteil der aufwändigen Rekonstruktionen des im Krieg stark beschädigten Doms abgeschlossen. Nun baute man noch farbige Fenster im Altarbereich ein, restaurierte die Kuppelmosaiken und reinigte die Sauer-Orgel von 1905. Im Jahre 2002 waren diese Arbeiten abgeschlossen. 2008 dann erhielt der Berliner Dom auch noch sein mit 1,5 Kilogramm Blattgold belegtes Kuppelkreuz zurück. Galt er auch schon vorher als eines der Wahrzeichen der Stadt, ist der inmitten der Berliner Museumsinsel gelegene Dom seither ein wahrer Touristenmagnet geworden. Als Eintritt in den Dom wird eine Domerhaltungsgebühr erhoben.

 

Ein besonderes Event im Berliner Dom ist die sich jährlich wiederholende Jedermann-Aufführung. Aber auch sonst finden hier neben Gottesdiensten und Feiern zu staatlichen Anlässen regelmäßig Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Im Dom selbst können die Predigtkirche mit ihrer beeindruckenden Kuppel besichtigt werden, die Tauf- und Traukirche, das Kaiserliche Treppenhaus und die Hohenzollerngruft. Eindeutiges Highlight dürfte aber der Kuppelumgang sein. Der Blick auf die Mitte Berlins von der Domkuppel aus ist beeindruckend! Ihn muss man sich aber auch hart erarbeiten: Erst, wer 270 Studen erklommen hat, wird mit dieser faszinierenden Aussicht belohnt. Besonders zu empfehlen ist dieser Weg bei schönem Wetter. Zu Füßen liegen einem von dort oben die Museumsinsel mit Schlossplatz und Lustgarten. Und erst aus dieser Perspektive offenbart sich dem Betrachter, dass das Ensemble Schloss, Dom, Museen symbolisch die Trias Macht, Religion und Geist verkörpern soll.

Demjenigen, der auf der Suche nach Hintergrundwissen ist, präsentiert das Dommuseum Skizzen, Entwürfe und Modelle aus der Geschichte des Doms, aber auch Innenraummodelle im Maßstab von 1.25, die einen plastischen Eindruck von Kaiserlichem Treppenhaus, Predigtkirche und Denkmalskirche geben. Auch wenn die Warteschlangen vor dem Dom nie Reichstag-Niveau erreichen, sollte man mit etwas Wartezeit rechnen. Schließlich gilt der Berliner Dom als eine der Hauptsehenswürdigkeiten Berlins, und viele Sightseeingtouren machen hier Halt. Wer darauf keine Lust hat, sich aber dennoch an dem herrlichen Bauwerk erfreuen will, kann auf eine der zahlreichen Schiffstouren ausweichen, beispielsweise die Brückenfahrt. Diese fährt die interessantesten Sehenswürdigkeiten Berlins und damit auch den Dom ab. Von der Wasserseite betrachtet erscheinen viele Sehenswürdigkeiten in einem neuen Licht, wie sie kein Reiseführer der Welt präsentieren kann. Bei schönem Wetter ein Muss!

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